Veranstaltungsphilosophie
Aus Unsere Bildung
Diskussion zur Plenumskultur: Veranstaltungsphilosophie
Hier möchten wir euch kurz die Philosophie des Vernetzungswochenendes vorstellen. Sie basiert auf der Philosophie der Vernetzungswoche in Frankfurt im August 2009.
Jede_r kann, keine_r muss!
Alle Treffen von Arbeitsgruppen und Workshops, die im Programm stehen werden, sind als Angebot und Rumpfprogramm zu verstehen - es ist durchaus möglich und erwünscht, noch mehr Workshops anzubieten bzw. gemeinsam neue Diskussionsthemen zu finden.
Als vielleicht wichtigste Vorraussetzung, damit wir ein produktives und schönes Wochenende miteinander verbringen, sind unsere „Feel- Well- Guidelines“: Wir befinden uns während des gesamten Treffens in einem offenem Raum. Alle Menschen, die diesen Raum besuchen, sollen sich wohlfühlen. Dafür ist ein respektvoller Umgang miteinander wichtig, der allen das Gefühl gibt, willkommen zu sein. Wir wollen Unterdrückungsmechanismen nicht reproduzieren. Das heißt konkret, dass wir einen Raum schaffen wollen, der frei von Sexismus, Homophobie, Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus, Adultismus, etc. ist. Wenn es zu verbalen oder gar körperlichen Übergriffen kommt, werden die Verursacher_innen den Veranstaltungsraum verlassen müssen.
Abendplenum Das Abendplenum soll einerseits dafür sorgen, dass für alle bzw. viele weitere Teilnehmenden relevante Ergebnisse der jeweiligen Arbeitgruppen kurz vorgestellt werden, damit alle einen Überblick über wichtige „Ergebnisse“ der Gruppen bekommen. Außerdem soll bei aller inhaltlichen Detailarbeit in den Workshops der Blick aufs Ganze nicht verloren gehen. Das Plenum soll dafür sorgen, dass wir mit konkreten Projekten und Perspektiven aus dem Wochenende gehen können. Es steht hierbei im Vordergrund, die Vielfalt der Aktions- und Organisationsformen zu wahren. Wir sind gegen eine Hierarchisierung der verschiedenen Möglichkeiten. Dabei soll nicht die Entscheidungsfindung, sondern der Prozess und das Projekt an sich im Mittelpunkt stehen. Ideen sollen als Input bzw. als Arbeitsansätze für lokale Gruppen fungieren, so dass sie unabhängig voneinander durchgeführt und erweitert werden können.
Dokumentation Um das Vernetzungstreffen nachhaltig zu gestalten, wollen wir die Ideen, Ergebnisse und den Verlauf der Diskussionen und Veranstaltungen dokumentieren. Diese werden dann im Anschluss veröffentlicht und somit allen Teilnehmer_innen und allen weiteren Interessierten zur Verfügung gestellt. Da dies viel Arbeit ist, hoffen wir, dass sich während des Treffens genug Menschen finden, die diese Aufgabe übernehmen. Sei es mit der Protokollierung von Workshops oder mit der Nachbearbeitung im Anschluss an das Treffen.
Open space Wir wollen nach dem Prinzip des „Open Space“ arbeiten, um so das Kennenlernen und Mitwirken von vielen Personen und Themen zu ermöglichen. Neue, (spontane) Ideen, Themen und Veranstaltungen können auf einem Wochenendplaner eingetragen werden. Alle Veranstaltungen stehen gleichberechtigt nebeneinander, die einzige Ausnahme bilden hier die abendlichen Diskussionsveranstaltungen. Ihr könnt je nach Interesse auch die Arbeitsgruppen wechseln. Auch dafür sind Visualisierung und Protokolle in den AGs sehr wichtig.
Wer auch immer kommt, es sind die richtigen Personen! Was auch immer passiert, es ist richtig und wichtig! Wann immer es beginnt, ist die richtige Zeit! Aus Ideen werden Vorhaben! Vorbei ist Vorbei – Vorhaben werden auf den Weg gebracht!
Weiterführende Literatur: http://www.partizipative-qualitaetsentwicklung.de/subnavi/methodenkoffer/open-space.html http://www.sowi-online.de/methoden/dokumente/open-space-rogge.htm
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