Plenum 20.12.09
Aus Unsere Bildung
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[Bearbeiten] Protokoll – 4. Plenum Bundesweiter Bildungskongress
Sonntag, 20. Dezember 2009, Audimax Potsdam
Protokoll des Abschlussplenums des Bundesweiten Bildungsstreiktreffens in Potsdam Sonntag, 20. Dezember 2009
Protestplan Vorschlag:
-19.4-23.4, 1-2 Aktionstage (zusammenhängend), dezentral aber bundesweit
→ es geht wieder richtig los!
-um den 8.5 zentrale Demo in NRW (wird NRW-weit geplant, es soll jedoch bundesweit dazu aufgerufen werden)
-ab 7.6 Aktionszeit
-Mittwoch, 9.6. dezentrale bundesweite Demo
-(17.-19.6 Bundesweiter Bildungsgipfel)
zusätzliche Termine die genannt werden: -im Januar NRW-vernetzungstreffen (evtl. in Köln) → dort kann die NRW-Demo geplant werden -12.4.-16.4. Protestuni in NRW -30.1. „die uni gehört uns allen“ BW-Demo -11-13.3 Bologna Gipfel in Wien → ist eine Demo von Frankfurtern die bundesweit beworben wird -1.5. gemeinsamer Aktionstag mit Arbeiter_innen -12.6 gemeinsamer Aktionstag mit dem „Wir-zahlen-nicht-für-eure-Krise“-Bündnis -17.-19.6 Bundesweiter Bildungsgipfel
Es wird gebeten sich nicht zu sehr an NRW aufzuhalten es wird klargestellt dass nur der 8.5 auf NRW bezogen wird Es wird darauf hingeweisend dass der 8.5 der 65 Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation von Deutschland → dort sollte keine Demo stattfinden es wird darauf hingewiesen, dass Abschaffung der Studiengebühren in NRW auch allen anderen Bundesländern hilft und deshalb wichtig ist bundesweit zu mobiliseren, man sollte doch nicht so „regionalistisch“ denken. es wird gesagt, man könnte den 8.5 auch als Befreiungstag sehen 17.-19.6 Bundesweiter Bildungsgipfel Intention der AG wird nochmal hervorgehoben, dass es darum ging zentrale Termine zu finden, sodass es nicht so eine Zersplitterung wie in der Herbstwoche 2009 gibt
Stimmungsbild zum derzeitigen Protestplan : ziemlich große zustimmung, zwei ablehungen, kein Veto
Die ablehnenden Menschen begründen ihre Ablehnung damit, dass der Nationale Gipel vom 17.-19.6 eine bestimmte ausrichtung impliziert über die noch diskutiert werden muss. Es wird daraufhin vorgschlagen die „Gipfel“-Frage auszulagern
Stimmungsbild ohne Gipfel: ziemlich große zustimmung, eine ablehungen, kein Veto
Aufnahme ins Protokoll:
Das bundesweite Treffen gibt die Empfelung aus, folgende Termine in den Lokalen Bündnisse zu besprechen ud dann beim nächsten Treffen in Bilefeld Termine zu konkretisieren.:
-19.4-23.4, 1-2 Aktionstage (zusammenhängend), dezentral aber bundesweit
→ es geht wieder richtig los!
-um den 8.5 zentrale Demo in NRW (wird NRW-weit geplant, es soll jedoch bundesweit dazu aufgerufen werden)
-ab 7.6 Aktionszeit
-Mittwoch, 9.6. dezentrale bundesweite Demo
→ im Konsens vom Plenum beschlossen
Es wird darüber gesprochen ob noch weitere Termine aufzunehmen um sie geschlossener zu vertreten. Es wird darum gebeten In den lokalen Bündnissen folgende Termine zu diskutieren im Zusammenhang mit den inhaltlichen Fragen: 1. 11-13.3 Bologna Gipfel in Wien → wollen wir eine internationale oder nationale Ausrichtung 2. 1. Mai (Aktionen?), und als zweiter Termin 12.6 (Evtl. gemeinsamer Aktionstag mit dem „Wir-zahlen-nicht-für-eure-Krise“-Bündnis) → Gesamtgesellschaftliche Aktionen mit anderen sozialen Gruppen.
Es wird über das weitere Vorgehen diskutert, da noch viele AG's ausstehen jedoch die Gipfel-frage noch aussteht. Es wird ein Veto gegen die Gipfel-vorstellung eingelegt, da die Schüli-AG bereits die andere Ag vorgelassen hat.
+++ Pause +++
weiter um 13:25: Die neue Moderation stellt sich vor (alte musste weg), weist darauf hin das es noch nicht so viel erfahrung mit der Moderation bei großen Treffen hat, und deshalb um kurze Kritik bittet fals etwas schief läuft
Nach dem Plenum soll es eine Ag geben zur vernetzung bezüglich des internationalen Kongresses in Bochum → zu Mo gehen Soli-Pakt wird vorgestellt
Schüli-AG:
es geht darum nur ein Input zu geben was dann reflektiert werden kann
Interne Wahrnehmung:
-adultistische tendenzen beim Treffen
→ Sprachgebrauch,
Es wird auf die Bedeutung der Schülis im Bildungsstreik Bündniss hingeweisen:
-erste 3 Schulstreiks wurden von Schülis organisiert → es geht also
-Gefühl nicht wahrgenommen zu werden
-Schülis haben nachteile durch die Fehlende Finanzierung
-Auf dem großen Demos waren fast jede_r zweite Schülis
-
politsiche/extrene Wahrnehmung:
Woran liegt es das SchüliForderungen / aktivität untergeht
-evtl. Bewusst von Medien manipuliert (es gab viele schüli presse Menschen)
-Das ganze Bündniss muss sich im klaren sein, dass wir gemeinsam kämpfen un stark darauf achten
Sicht eines Studenten in der Schüli-AG -bestätigt, dass Schülis beim BW-Treffen untergegangen sind -Brief an Lehranmtstudierende: Liebe Mitstreikende LehramstudentInnen, Um eine optimale Vernetzung im Bildungsstreik zwischen Schülerbündnissen und StudentInnen zur garantieren, bitte ich alle mitstreikenden in Besetzungen und anderweitig aktiven LehramtsstudentInnen sich in entsprechende AG´s/AK´s einzubringen. In Bayern gibt es hierzu schon zwei Aktionen, nämlich die AG Lehrarmt und ein Vernetzungstreffen in Augsburg.
Dies muss in gebührenden gegenseitigen Respekt erfolgen, um konstruktiv und produktiv einander entgegenzutreten.
Es ist von äußerster Wichtigkeit den Bildungsstreik als "Bildungs"-streik anzusehen und nicht als reinen Universitätenstreik. Vor allem den LehramtsstudentInnen der Grundschulen,Realschulen,Hauptschulen,Gymnasien und Förderschulen muss es ein Anliegen sein das Schulwesen grundlegend und nachhaltig zu verändern. Das Schulsystem muss für die SchülerInnen da sein, und nicht umgekehrt. Da gerade diese LehramtstudentInnen später in diesem Bildungssystem arbeiten werden und wenig Möglichkeiten haben (Streikverbot,Beamtenstatus) die Schulbedingungen/system zu ändern.
Deswegen liegt es an nun an uns,die bisherigen, von SchülerInnen initiierten Schulstreiks und Bildungsstreiks aktiv zu unterstützen und zu fördern. Die immense Beteiligung von SchülerInnen im Bildungsstreik, die bisher in den Medien nicht die gebührende Präsenz gefunden hat, soll hierdurch mehr Ausdruck bekommen.
Ich apelliere an alle aktiven MitstudentInnen aus den Lehramtsstudiengängen sich diesem Aufruf anzuschließen.
Mit solidarischen Grüßen René Reynoso (Grundschullehramtsstudent,3.Semester) Mitglied der Fachschaftsinitiative der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg Fachschaftssprecher der Philosophischen Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg
-Forum für Schüli-Vernetzung (schueli-buendnis-muenster@gmx.de) → nicht nur Schülis, auch Studierende zur Vernetzung eingeladen!
Hauptsächlich externes Problem: Trotz Berücksichtigung in Pms etc. Ignoranz seitens der Presse (die Medien schreiben von „Studentenprotesten“) Gegenrede: internes Problem ist immer noch vorhanden! Negative Erfahrungen auf diesem Treffen: vielen ist nichtbekannt, dass Schüler_innen hier sind.
Niemand will Schüler_innen ausgrenzen.
Aufforderung zum Nachdenken in lokalen Bündnissen - Schüler_innen werden zu wenig berücksichtigt
2006 und 2008 gab es in Berlin und anderswo Schulstreiks – Der „Bildungsstreik“ ist ein Schüler_innen und Studierenden-Bündnis, die Schüler_innen sind „kein Rattenschwanz“
Allgemeine Zustimmung zur Schließung der Redeliste Bei der Einbindung weiterer gesellschaftlicher Gruppen wie etwa Auszubildender muss auf „studentische Arroganz“ verzichtet werden In Karlsruhe ist da Bündnis sehr vielschichtig; es sollte als Vorschlag Medienkampagnen dazu geben, dass es sich nicht nur um eine Student_innen-Bewegung handelt.
Die Behandlung eines Vorschlags der AG „Bündnispartner_innen im Kampf um freie und emanzipatorische Bildung – konkrete perspektiven zur Verbreiterung des Protest“ wird vorgezogen (weil Betroffene nach Hause gehen müssen).
Konkrete Vorschläge der AG: Berufschultouren und gemeinsamerGEW-Streik
Schriftliche Ausarbeitung der Vorschläge der AG:
Konkrete Perspektiven zur Verbreiterung des Protests
Azubis: z.B.: „Berufsschultouren“ gemeinsam mit Gewerkschaftsjugenden „ver.di Jugend“ u. „IG Metal Jugend“ Die Gewerkschaftsjugenden von ver.di und IG Metal haben der Bundesweiten Bildungsstreikbewegung angeboten gemeinsam Berufschultouren zu organisieren um vermehrt auch Azubis organisieren zu können. Berufsschultouren sind Informationsstunden von Gewerkschaften in Berufsschulen, was rechtlich offiziell gestattet ist und auch an (einigen) Berufsschulen gewünscht ist. Wir Bildungsstreikis haben dort die Möglichkeit für den Bildungsstreik zu werben während wir gemeinsam durch die Klassen in Berufsschulen gehen. Hier gibt es außerdem die Möglichkeit aktive zu werben durch „lust-dich-zu-engagieren?“-Mailinglisten.
Lehrende: z.B.: Streiks gemeinsam mit angestellten Menschen in Bildungseinrichtugen Die Gewerkschaft Erziehung-Wissenschaft (GEW), die größte Lehrendengewerkschaft in Deutschland, hat die bundesweite Bildungsstreik Bewegung in ihrer Rede auf dem Protest zur Kultusminister_innenkonferenz (KMK) am 10.12.09 dazu aufgerufen, im kommenden Jahr die Lohn und Tarifstreiks von angestellten Menschen in Bildungseinrichtungen aktiv zu unterstützen. Dies bedeutet für uns die Möglichkeit, aktiv Solidarität zu üben und somit den Gesamtgesellschaftlichen Protest zu verbreitern. Die Koordination läuft (warscheinlich) über die Landesverbände der GEW, eine Landesweite Koordinierung zu diesem Punkt ist deshalb sinnvoll.
weitere Infos?
Timm aus Bonn: 0178 638 33 22
oder timm.opitz@googlemail.com “
Meinungsbild zur Unterstützung dieser Vorschläge: große Unterstützung.
Diskussionsergebnis: Beschluss: Das Potsdamer Bildungsstreikplenum empfiehlt den lokalen Bündnissen die Unterstützung des Streikes und eine kritische Zusammenarbeit mit Gewerkschaften.
AG Bildungsgipfel berichtet
Der Vorschlag für einen Termin ist der 16.oder 17. bis 19. Juni
- falls vorhanden Ergebnisse der AG einstellen *
Diskussion:
Was soll der Bildungsgipfel bringen?
Protest soll durch den Bildungsgipfel „integriert werden“: ist die Hoffnung der Bundesregierung. Wir sollten dort Mitbestimmung fordern. Schwächung der Bewegung wird befürchtet. Schwerpunkt sollte auf eigene Organisierung liegen, aber Bildungsgipfel könnte vielleicht als „Bühne“ genutzt werden.
Sinn und Unsinn der Gipfel sollten diskutiert werden.Es ist eine Illusion, dass dort wirkliche Gute Vorbereitung ist wichtig. Es ist wichtig, klarzumachen, dass wir „verhandeln“ wollen.
Es sollte gut durchdacht werden, wie wir mit den Gipfeln umgehen. Show-Charakter der Veranstaltungen! Es gibt Möglichkeiten, die „Bühne“ kreativ zu nutzen für Aktionen etc. Darüber sollte bis Bielefeld nachgedacht werden. Nicht zu schnell „realpolitisch“ denken, Gefahr der Instrumentalisierung.
Wenn wir jetzt sagen „das bringt nix“, können wir nicht beweisen, dass es nichts bringt.
Über die Gefahr von entstehenden Hierarchien im Sinne von (so wahrgenommenen) „Führungspersonen“ wird diskutiert.
Es gibt den Vorschlag, die AG Forderungen aufgrund der vorangeschrittenen Zeit (14:26) vorzuziehen. Gegenrede: Es ist für die Forderungen nicht sehr entscheidend, ob sie jetzt oder später diskutiert werden; müssen ohnehin noch in einem langen Prozess diskutiert/bearbeitet werden.
Es wird weiter über den Umgang mit den „Bildungsgipfeln“ diskutiert.
Es steht noch nicht fest, dass wir einen zentralen Bildungsgipfel überhaupt mitmachen! Wieso nicht zum Beispiel 16 dezentrale Gipfel? Wir sind ein dezentrales Bündnis. Andere Vorgehen könnten mehr Sinn machen: Etwa großer Protest im Sommer, zu dezentralen Treffen im Winter einladen.
Auf keinen Fall den Hochschulgruppen diese Treffen überlassen. Wir müssen denjenigen, die an solche Treffen glauben, zeigen, dass das nichts bringt.
Wir müssen alle Verantwortlichen „an einen Tisch bringen“. Dort kann zentral entschieden werden, etwa über mehr Geld. „Preis hochtreiben“.
Wer sind die „Verantwortlichen“? Wenn wir uns mit Berufspolitiker_innen, schaffen wir genau dadurch erst diese Zuschreibung. Gruppen, die das wollen, können sich mit Berufspolitiker_innen treffen.
Von der Moderation lasst abstimmen, ob wir ein zentrales Treffen als Bildungsstreik organisieren wollen. Dagegen gibt es mehrere Vetos.
Es wird gefragt, ob wir überhaupt „Vertreter_innen des Bildungsstreik“ bei Treffen wollen. Es wird geantwortet, dass es keine „Vertreter_innen“ des Bildungsstreik geben soll. Aktive können natürlich an Treffen teilnehmen, man kann niemanden etwas verbieten.
Ein Meinungsbild zu der Frage, ob wir Vertreter_innen im Bildungsstreik wollen, führt ebenfalls zu mehreren Vetos.
-Längere Diskussion zu verschiedenen Verfahrensweisen-
Begründung des Vetos bei der Entscheidung zu einem zentralen Bildungsgipfel: Es sollte nichts übers Knie gebrochen werden. Es gibt nicht schwarz-weiß im Sinne von Teilnahme-Nichtteilnahme, sondern das Treffen kann auch kreativ genutzt werden.
Weitere Diskussion: Verschiedene Lesarten des Treffens sollten respektiert werden.
AK Forderungen
Der AK berichtet:
Ziel: konkrete, ausformulierte Forderungen der Bildungsstreikenden an den Bundestag
Die Form der Forderungen wurde gewählt, um der Politik ein Eingehen auf die Proteste zu ermöglichen, indem ihre Strukturen genutzt werden.
Dabei stellt sich die grundsätzliche Frage ob die Bildungsstreikenden derartiges Vorgehen wollen. ( Strukturen nutzen oder sich dieser verweigern und Alternativen aufbauen)
SchülerInnen, Auszubildende, und andere Statusgruppen waren nicht in dem AK anwesend, daher beziehen sich bisherige Punkte nur auf die Situation Studierender. Es wurden Arbeitspakete geschnürt, diese müssten von AKs ausführlich bearbeitet werden.
Mailverteiler: Fabian ( Kontakt: Pinnwand)
Die Arbeitspakete werden vorgestellt. Es hängt eine Filpchart aus. Interessierte/ Wissende können sich eintragen. bisherige Themen der Arbeitspakete: Bafög, Bildungsgebühren, Zugang zur Bildung, Struktur, Mitbestimmung, Studienbedingungen, HRK & KMK, Ökonomisierung, Föderalismusreform 2
Diskussion:
Übereinstimmung mit europaweitem Forderungskatalog? → der Ak will konkretere Forderungen
Hinweis auf Notwendigkeit von Kenntnissen der Rechtslage → Gewerkschaften, Rechtsberatungen konsultieren
Forderungen würden nur im spezifischen Kontext Sinn machen. Anregung: Forderung an die Bundesregierung: offizielle Distanzierung von der Bologna-Reform
AK Besetzungen
Bericht aus dem AK:
Der AK hat im Laufe der Diskussion eine Diskussions-Mind-Map erstellt: weiter besetzen? / nicht besetzen
Besetzen: ermöglicht Freiraum, ermöglicht Koordination, entspricht einer Solidaritätsbekundung, die Öffentlichkeitswirkung ist höher als z.B. Demo
Alternativen zu Besetzungen( für SchülerInnen oder solche Gruppen die nicht ausreichend Kapazitäten haben) : Fremdbesetzungen zur Vermeidung des Verweis, wichtig ist stetig Präsent in der Öffentlichkeit zu sein
Thema: Es gibt Antipatien unter Bildungsstreikenden und solchen die die Bildungsstätten regulär nutzen möchten. → „Bildungsklau“ → dem kann unsere Konzept von Bildung entgegengestellt werden.
nicht besetzen: → Dadurch ist der Protest flexibler, Kapazitäten wären wieder frei, Kurzbesetzung/ Blockaden (Toilettenblockade), taktischer Umzug,
Flexibilität erhöhen z.B. durch reguläre bundesweite kreative Aktionstage. Die bieten die Vorteile der Planbarkeit und der individuellen Vorbereitungsphase
Aktionsideen für Bildungsstreikenden werden an einer FlipChart gesammelt und dann ins Wiki gestellt. Alternativ an: kreativerbildungsstreik@snafu.de
Diskussion:
Frage nachdem Zweck der Besetzungen wird gestellt → Raum und Zeit ermöglichen Moderation. inhaltlier input/ Arbeitsvorschläge direkt an die Aks ggeben
Anmerkung der Moderation: AK-Ergebnisse unbedingt hochladeninsWikiund / oder mind. im Orga-Büro abgeben.
AG Nächstes Treffen
Das Treffen wendet sich explizit nicht nur an Studierende, sondern genauso an Schülis sowie Azubis und andere.
Was können wir machen am Anfang der nächsten Konferenz, um die Diskussion über Formalien/Entscheidungsmodus abzukürzen?
Ablauf-Vorschlag der AG:
Begrüßung durch lokale Gruppe Bestimmung/Wahl einer „neutralen“ Moderation Abstimmung über Entscheidungsfindung: Konsens- oder Mehrheitsprinzip per Mehrheitsbeschluss
Die AG hat besprochen, dass sinnlose lange Diskussionen (wie etwa über Mikrophone) vermieden werden sollten.
Diskussion:
Es macht keinen Sinn, mit einer nicht-legitimierten Methode eine legitimierte Methode erzeugen zu wollen (zum Thema Konsens- oder Mehrheitsprinzip).
Bitte an die Gruppe: Schreibt in die Einladung, dass über die Entscheidungsfindung diskutiert wird.
Wir wollen, dass alle gleichberechtigt an allem beteiligt sind und damit einverstanden sind, was passiert. Deswegen brauchen wir Konsensprinzipien. Mit Mehrheitsprinzipien schafft man Fremdbestimmung.
Vorschlag: Relativ am Anfang des Treffens Diskussion über die Entscheidungsfindung mit vorbereiteten Inputs sowohl zum Mehrheits- als auch zum Konsensprinzip.
Vielleicht würde es Sinn machen, uns am Anfang eines Treffens erst zu überlegen, warum wir hier sind und so das „Was“ der Entscheidung in Verbindung mit dem „Wie“ bringen? Was müssen wir hier entscheiden?
Bitte nur auf der Metaebene diskutieren und möglichst wenig inhaltlich.
Ich kenne Mehrheits- und Konsensprinzip und fühle mich durch Konsens ausgegrenzt. Ich weiß nicht, ob es ok ist, wenn eine Mehrheit eine Minderheit dominiert. Es ist nicht gut, wenn eine Minderheit über eine Mehrheit bestimmen kann.
Entscheidungsfindung essentieller Bestandteil des Selbstverständnisses.
Vor der Entscheidungsfindungsdiskussion sollen auf Treffen Umgangsformen / faire Umgang besprochen werden.
Vorschlag der AG: Die Moderation soll aus zwei Menschen bestehen, jeweils eine aus den Lagern „basisdemokratisch“ oder „mehrheitsdemokratisch“.
Meinungsbild dazu: Einige Vetos gegen den Vorschlag, nur wenige sind für den Vorschlag.
Wir können das heute denke ich nicht lösen, alle sollten sich zu dem Thema bilden bis zum nächsten Treffen. Der Vorschlag, am Anfang des nächsten Treffens Input und Diskussion zu der Frage zu machen, ist unterstützendswert. Ich finde es nicht wichtig, hier jetzt einen Vorschlag zu entscheiden, weil die lokale Gruppe ohnehin vorschlagen kann, was sie will und die Leute auf dem nächsten treffen endgültig darüber entscheiden, wie das Treffen läuft.
Es wird vorgeschlagen, beide Positionen am Anfang des nächsten Treffens „vosrpielen“ zu lassen als Theaterstück o.ä.
Redeliste geschlossen.
Es wird positiv beurteilt, dass die Diskussion zu diesem Thema hier nochmal aufgekommen ist.
AG Solipakt
Ein Solidarpakt zwischen Besetzungen soll bei Räumungen dazu führen, dass in allen anderen Städten Aktionen/Blockaden stattfinden. Diesen „Solidarpakt“ gibt es mittlerweile inzwischen in über 30 Städten, vorallem in Bayern und auch in Wien.
IN LANDAU UND HAMBURG DROHT HEUTE ABEND DIE DROHUNG!
Diskussion: Es kann auch zu gleichzeitigen Räumungen kommen, Vorsicht vor Naivietät.
AG Presse
Bisheriges Presse-Procedere wird besprochen. Momentan wird ein Presseverteiler über einen Dritten verwendet, in der Zukunft soll ein neuer entstehen (?). Die Presse-AG braucht mehr Leute. Es sollen mehr Pressemitteilungen geschrieben werden.
Diskussion: Es gibt seit dem Treffen in Kassel einen Konsens, dass die Pressegruppe keine Distanzierungen von Aktionen vornehmen soll.
Kritik und Vorschlag: die zentrale Pressegruppe soll nur unterstützende Funktionen leisten. Statt Pressemitteilungen der bundesweiten Gruppe sollten Musterpressemitteilungen mit Textbausteinen als Vorschläge an die lokalen Presse-AGs gehen. Wichtig ist die unterstützende Funktion.
Die Presse schreibt sowieso, was sie will. „Die Spielregeln ändern“ funktioniert nicht.
Kann über die Medien überhaupt sinnvoll kommuniziert werden, was wir wollen? Die Medien sind nicht neutral, sondern verfolgen Profitinteressen. Wir sollten uns daher stärker auf alternative, eigene Medien konzentrieren. Die Vielfältigkeit und Heterogenität des Bildungsstreik kann nicht durch zentrale Pressemitteilungen stattfinden.
Es besteht die Gefahr einer Verwechslung zwischen „Öffentlichkeit“ und „Veröffentlichung durch Massenmedien“. Unsere Stärke besteht im Knüpfen von eigenen Kommunikationsnetzen. Bei Massenmedien wird immer gefiltert und instrumentalisert.
Erneuerung des Vorschlages, dass die bundesweite Pressegruppe nur Muster-PMs in Form von Textbausteinen herumschickt, die dann entweder in geänderter oder gleicher Form von den lokalen Presse-AGs rausgeschickt werden können. Hierdurch entsteht auch eine größere Flächenwirkung als durch einen Presseverteiler. Bitte bis Bielefeld überlegen.
Um unabhängige Berichterstattung dezentral zu ermöglichen wäre es vorstellbar einen Radiosender einzurichten und diesen jeden Tag aus einer anderen Stadt berichten zu lassen, auch international. Website: Unionair.eu Ansprechpartner: Tom goodmorning.audimax@gmail.com Die Doku-Film-AG aus Wien (unsereuni.tv) hat sehr viel Filmmaterial geschaffen. Es soll die Möglichkeit geben, Film- und Fotomaterial im Internet hochzuladen, so dass alle drauf Zugriff haben können.
Als AnsprechpartnerInnen für die Presse sollen sowohl Studis als auch SchülerInnen, Azubis etc. sein.
[Bearbeiten] Diskussion der AG Protestfahrplan
Erinnerungen einer Person
Vorschlag:
- im April 1-2 Aktionstage zum Auftakt
- 8.Mai zentrale Demo in NRW zu NRW-Landtagswahlen -> soll NRW-Treffen noch mal drüber nachdenken, insbesondere der Termin (Tag der Befreiung, ein Tag vor der Landtagswahl) wird kritisiert
- 9.Juni dezentrale Bildungsstreikdemos, ab der Woche drumherum
Weitere wichtige Termine:
- März: Bologna-Gipfel Wien
- Juni: Internationaler Bildungskongress in Bochum
Wird alles diskutiert, kein wirklicher Konsens gefunden. Weitere Diskussion vertagt auf lokale Bündnisse und Bielefeld.
[Bearbeiten] Vorstellung AG Schüler_innen
Erinnerungen einer Person
Die Schüler_innen haben sich getroffen und überlegt, wo Diskriminierung stattfindet.
- in der öffentlichen Wahrnehmung / Presse -> es muss verstärkt darauf geachtet werden, dass in PMs und Interview Schüler_innen, Azubis, ... zu Wort kommen
- im Bündnis: "wenn ihr an euren Unis", teilweise wird nur auf Studis Bezug genommen
AG will weiter arbeiten, Austausch zwischen Schüler_innen vorantreiben.
[Bearbeiten] Diskussion Bildungsgipfel mit der Politik
Erinnerungen einer Person
Kontroverse Diskussion, ob mit Politiker_innen verhandelt werden soll.
Ergebnis glaube ich: Team darf weiter mit vorbereiten, in Bielefeld soll noch mal darüber entschieden werden.
Bedingungen für einen Bildungsgipfel mit Schavan und Co:
- Bildungsgipfel nicht Bolognagipfel, Schüler_innen werden auch eingeladen
- Der Gipfel muss öffentlich stattfinden
- Wir brauchen klare Ziele und Forderungen, was unsere Erwartungen vom Gipfel sind
- Abbruch als Möglichkeit
[Bearbeiten] Besetzungen
Uni-Besetzung in Landau will den besetzten Raum gereinigt räumen, in der Annahme, dass die Uni-Leitung ihre Zusage erfüllt bis zum 4.01. einen neuen Freiraum zur Verfügung zu stellen.
Über eine aktuell anstehende Räumung der Uni-Besetzung in Hamburg gibt es auch Gerüchte, wird aber noch geprüft.
[Bearbeiten] Ergebnispräsentation der AG-Gesellschaftskritik
- Einigkeit in der AG, dass die Kritik des Bildungsstreiks in Umfang und Personenkreis zu kurz und oberflächlich ist. Bildung wird vom gesamtgesellschaftlichen System beeinflusst und muss auch in diesem Kontext begriffen und kritisiert werden.
- Nachfrage: Hat sich die AG schon über konkrete Bündnispartner_innen bzw. gesellschaftliche Felder Gedanken gemacht, auf welche die Protestbewegung ausgedehnt werden könnte?
- Problem ist, dass unter den Streikenden der gesamtgesellschaftliche Kontext erkannt wird, allerdings wird er in der Protestweise nicht zum Ausdruck gebracht. Absicht der AG sollte sein, den Protest und auch seinen Forderungskatalog für strukturellere Problemzusammenhänge zu sensibilisieren.
- Es wird davor gewarnt, Begriffe wie „Kapitalismus“ zu gebrauchen, die eventuell Menschen abschrecken könnte, weil sie vielleicht mit einem politischen linken Meinungsspektrum verbunden werden könnten. Es muss dringend behutsam damit umgegangen werden.
- Eine Bewegung die Anspruch auf Erfolg haben will, sollte auch den Mut haben neue Begrifflichkeiten zu erfinden.
- Es ist wichtig, bei Formulierung der Texten eine verständliche Sprache zu benutzen, um nicht in einen Akademiker_innenhabitus zu verfallen.
- Nachfrage, was die Idee der AG von der Bildungsstreikbewegung ist. Die Zielsetzung, Forderungen zu formulieren, mit der sich auch andere soziale Kämpfe und Statusgruppen identifizieren können, könnte eine Art deskriptiver Gewalt sein.
- Nachfrage, wie damit umgegangen werden soll, wenn Organisationen Texte in das wiki einstellen wollen. Dazu hat sich die AG leider noch keine ausführlichen Gedanken gemacht, könnte in Bielefeld geklärt werden, es hat sich aber die Tendenz herausgebildet, dass Menschen als Privatpersonen Texte einstellen sollten.
- Inwiefern kann die AG selbst Texte verfassen und veröffentlichen, die der eigenen theoretischen Stellungnahme und Positionsklärung der Protestbewegung (als Beispiel gegenüber Vereinnahmungstendenzen durch rechtextreme Kärfte) dienen können
[Bearbeiten] Ergebnispräsentation der AG Infrastruktur
- Wien präsentiert Ergebnisse der AG Infrastrukur. Kann wertvolles Infrastrukutr-Know-How in die Protestbewegung einbringen.
- Es könnte eine eigene internationale Linkpage eingerichtet werden unter ourdu.info. Die Domain ist bereits gekauft.
- Außerdem kann ein internationales Webforum eingerichtet werden (vorläufige Gliederung: int. demands, bologna process, network, miscellaneaous) mit einem Terminkalender, ein bewegungsweites Telefonbuch und unter[www.unsereuni.at/admidio Amido] eine online Mitgliederverwaltung. Gegenwärtig wird ein internationales wiki eingerichtet.
- Ist geplant, Schulen, Unis, FHs und andere Bildungseinrichtungen in die Kontaktdatenliste einzubinden? Ja das wäre möglich.
- Moderation bedankt sich für das gute Plenum und das tolle Mitwirken aller am Bildungskongress.
- Erschöpfte Gesichter, Applaus und das tolle Gefühl, ein ganzes Stück weitergekommen zu sein.
