How To's/Vernetzungstreffen
Aus Unsere Bildung
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[Bearbeiten] Organisation eines Vernetzungstreffens
[Bearbeiten] Menschen
- ca. 5 Leute im Orgateam
- jeder Mensch übernimmt einen Aufgabenbereich
- nochmal ca. 10 Leute zum Mithelfen
- Teilnehmer*innen mithelfen lassen
[Bearbeiten] Räumlichkeiten
- alle Räume möglichst nah beieinander
- verschiedene Räume für Tagen, Essen und Schlafen (Ruheraum für zwischendurch nicht vergessen!)
- Zugang zu Warmwasser (Duschen, Rasieren etc.)
- zusätzlich kleinere Arbeitsgruppenräume (Ausstattung mit Tafeln, Flipcharts, Beamern wünschenswert)
- ebene Tagungsräume (keine gestuften, verschiebbare Bestuhlung für Stuhlkreise; auf hierarchiefreie Sitzanordnung achten!)
- gute Erreichbarkeit mit ÖPNV
- Uniräumlichkeiten durch Studierendenschaft beantragen
- Schilder/Wegzeichen an Haltestellen und markanten Stellen
[Bearbeiten] Verpflegung
- großes Auto/Bulli für den Transport (während des gesamten Treffens verfügbar!)
- Einkauf 1-2 Tage vorher z.B. im Großhandel (Großkundenkarte über die Studierendenschaft?)
- großes VoKü-Kochgeschirr ausleihen
- Geschirr & Besteck (z.B. umsonst beim Studentenwerk ausleihbar?)
- große Spülschüsseln (Vorspülen, Nachspülen) und Abtropfgitter zentral aufstellen (incl. Beschilderung, die zum Selbstspülen ermuntert "Mitmachprotest lebt von Mithilfe. Auch Du spülst Dein Geschirr bitte selbst!")
- Getränkeverkauf am Orga-Tisch, möglichst alles zum selben Preis (Wasser umsonst)
- bei Bäckereien, Marktständen etc. anfragen, ob sie Überschüsse am Wochenende verschenken/günstig abgeben (auch containern nicht vergessen, aber kennzeichnen)
[Bearbeiten] Organisatorisches
- nach Möglichkeit um vorherige Anmeldungen bitten (Ansprechpartner*in sinnvoll)
- Teilnehmer*innenbeitrag festlegen (für Verpflegung, Unterkunft, Material)
- Orga-Stand am Eingang mit Anmeldeliste, Kasse, Infomaterial etc. dauerhaft besetzen
- Pläne mit Raumübersicht, Erklärungen, Tagesablauf
- je eine Tagungsmappe pro Teilnehmer*in mit organisatorischen Hinweisen inklusive zentraler Orga-Handy-Nr. bereithalten
- Aufgabenplan zum Eintragen und Aufgaben für alle aufschreiben
- überall gut sichtbar Mülleimer/Säcke aufstellen, Trennungssystem klarmachen
- kurze "How-to"-Beschreibungen erstellen (z.B. "wie koche ich mit diesen komplizierten Geräten Kaffee?") und gut sichtbar anbringen
- Moderationskoffer zusammenstellen (Klebeband, Eddings, Papier...)
- die Teilnehmer*innen Namensschilder machen lassen
- Notfallnummern von Hausmeistern etc. besorgen
[Bearbeiten] Inhaltliche Vorbereitung
- für gute und ausgeglichene Moderation, Redeleitung und Protokollführung sorgen (auch bei allen AGs!)
- AGs inhaltlich vorbereiten (z.B. pro AG ein*e Verantwortliche*r)
- Kommunikationsregeln einführen (Handzeichen etc. erklären und gut sichtbar visualisieren!)
- Entscheidungsfindung und Quotierungsfrage klären
[Bearbeiten] Tagesplanung
- Frühstück und Plenum durchgehend zu festen Zeiten
- viel Zeit für Arbeitskreise lassen
- wenn möglich Plena NICHT durch VoKü-Pausen unterbrechen!
- Auflockerungsspiele zum Kennenlernen und Wachwerden
- Abendprogramm überlegen und anbieten (aber strikt von AG- und Plena-Zeiten trennen!)
- eine Aktion (evtl. politischer Art, ziviler Ungehorsam etc.) zum Auflockern mit einplanen (z.B. Samstag direkt nach dem Mittag)
[Bearbeiten] Material
- Orga-Heft
- Info-Heft (mit alten Protokollen, Beschlüssen, AG-Inputtexten etc.)
- lesbare Anfahrtsbeschreibungen (für Bahn, ÖPNV und Pkw; als PDF rechtzeitig im Internet bereitstellen)
- Flipcharts, Stellwände, Tafeln, alte Plakate in allen Räumen bereithalten
- genügend Stühle und Tische für alle erwarteten Teilnehmer*innen
- VoKü-Geschirr, Herdplatten etc.
- Musikanlage
- ausreichend Mehrfachsteckdosen, Kabeltrommeln
- Geschirrhandtücher, Handtücher
- ausreichend Toilettenpapier, ggf. Schampoo etc.
- Nachtlicht am Schlafraumeingang
- Putzzeugs
- Transparente (sowie Blanko-Material, Farben und Pinsel bereithalten)
[Bearbeiten] Finanzen
- Teilnehmer*innen-Beitrag mindestens kostendeckend kalkulieren
- 2 Beitragshöhen (Leute, die das Geld erstattet bekommen können, zahlen mehr)
- ggf. Fahrtkostenerstattung für Bedürftige durch Soli-Beiträge der anderen Teilnehmer*innen oder Studierendenschaft
- Teilnehmer*innen-Beitragskasse und Getränkekasse getrennt halten
- für ALLES QUITTUNGEN geben lassen, gut verwahren
- Pfand & Kommission rausrechnen
[Bearbeiten] Technik
- WLAN-Zugänge besorgen
- mehrere Laptop/Computer, Scanner, Beamer und USB-Sticks vor Ort (evtl. beim Technikzentrum der Uni ausleihbar?)
- Drucker und Kopiermöglichkeit bereithalten
- Mikrofone organisieren (aber evtl. überlegen, ob sie wirklich nötig sind)
- Licht & Strom
- mehrere Computerarbeitsplätze bereitstellen (für unmittelbare Protokoll-Verschriftlichung, Materialerstellung etc.)
[Bearbeiten] Umgang im Plenum
Wie kann ein Plenum mit 200 Menschen (die oftmals wenig Erfahrungen mit Plena dieser Größenordnung haben) funktionieren?
- Handzeichen zu Beginn einführen
- möglichst doppelt quotierte Redeliste (nach Geschlecht und Erstredner*innen)
- auf Selbstdisziplin hinweisen (Länge der Redebeiträge, häufiges Melden derselben Personen möglichst vermeiden - sonst funktioniert es nicht)
- Trennung von Moderation und Redeleitung
- möglichst gut vorbereitete Moderation
- eventuell zwei Moderator*innen, die sich vorher Gedanken zu verschiedenen Methoden gemacht haben und Kompetenzen abgesprochen haben und eine dritte Person, die die Redeliste führt --> die eine Moderierende befasst sich mit dem Inhalt, die andere achtet auf die anderen Signale im Plenum (Unruhe --> Pause vorschlagen / hoher Gesprächsbedarf --> Mauschelgruppen, AGs, Pause / Einflüsse außerhalb des Plenums --> hingehen und versuchen zu minimieren / ...) Moderation muss nach spätestens 2 Stunden getauscht werden!
[Bearbeiten] Konsens im Bildungsstreik
Konsens weil: da es sich um Treffen von einzelnen Individuen aus verschiedenen Bündnissen handelt, die sich vernetzen, kann niemandem die Position von anderen aufgedrängt werden - es kann also nur im Konsens über etwas entschieden werden, aber niemals per "Mehrheitsentscheidung" etwas beschlossen werden! Diese Vernetzung dient dem Austausch von Informationen und der gemeinsamen Koordination zum abgestimmten Handeln, zu mehr kann sie niemals autorisiert sein.
Daher ist beispielsweise folgendermaßen vorzugehen: Ein Konsens sollte angestrebt werden. Wenn sich die Diskussion im Kreis dreht bzw. sich unvereinbare Meinungen herauskristallisieren, sollte die Moderation eingreifen und einen Schnitt machen (nicht zu früh, nicht zu spät / dann eventuell nochmal eine AG-Phase zu diesem Thema oder Kleingruppen). Sollte sich auch danach kein Konsens finden, so besteht offensichtlich ein Konsens über diesen Dissens - der dann auch so im Protokoll vermerkt wird. An diesem Punkt wird über das Thema nicht weiter diskutiert, sondern zum nächsten übergegangen. Bei Dissens bleibt es all jenen, die diese strittigen Punkte weiter unterstützen wollen, jederzeit unbenommen, diese in ihrem eigenen Namen eigenständig weiter zu betreiben (dann aber klar gekennzeichnet).
