How To's/Besetzung
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[Bearbeiten] Besetzungs HowTo
Eine Bildungseinrichtung zu besetzen ist, salopp gesagt, eine saugeile Sache. Es gibt unzählige Gründe die dafür sprechen, von denen hier einige stellvertretend aufgeführt werden sollen:
[Bearbeiten] Gründe für eine Besetzung
- Die momentane Lage im Bildungssystem ist miserabel, weshalb wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen müssen - wie besser als durch eine Besetzung.
- Deutschlandweit, europaweit, sogar weltweit werden mehr und mehr Bildungseinrichtungen besetzt, durch weitere Besetzungen wird der Druck sowohl auf die regionalen, als auch auf die bundes- und europaweiten politischen Entscheidungsgremien erhöht.
- Ihr könnt verdammt viel durch eine Besetzung lernen, denn dort sind auf engstem Raum eure persönlichen Kompetenzen geballt. Dies geht durch das Teilhaben an Organisationsprozessen, die jede Besetzung beinhaltet, als auch durch Vorträge, Diskussionen, Inputreferate oder Arbeiten in Arbeitsgruppen (Stichwort: skill-sharing).
- Eine Besetzung ist eine super Mobilisierungsmaßnahme mit der viele Menschen erreicht werden können
- Ganz wichtig ist, den Spaß an der ganzen Sache trotz all der Arbeit nicht zu vernachlässigen... (ja es ist 4:29 Uhr und wir basteln an dem lange schon überfälligen Wiki, aber so ist das Leben eben)
[Bearbeiten] Ein Ratgeber zur Geburtshilfe und Säuglingspflege
Dieses Dokument wurde in einer Zusammenarbeit der Befreier der Ruprechts-Karl-Universität Heidelberg und der Universität Osnabrück erstellt und soll allen Hochschulen und Bildungseinrichtungen, die sich mit dem Gedanken einer Besetzung beschäftigen und diese beschließen, als Starthilfe dienen. Sie soll helfen, mögliche Anfangsprobleme und -fehler zu erleichtern bzw zu vermeiden und eine langfristige Besetzung möglich zu machen.
[Bearbeiten] Vorgehen
Eine Besetzung ist eine politische Protestaktion des zivilen Ungehorsams und ihr Ablauf und ihre Organisation entstehen aus einem sehr spezifischen Moment heraus. Dieser Moment hängt von eurer individuellen Situation ab, wie genau man als Besetzer_in handelt, wenn sich die Ereignisse überschlagen, entscheiden die Umstände. Die folgende Übersicht ist deshalb nur eine Orientierungshilfe und auch nur eine sehr grobe.
1. Vorbereitung ist viel Wert: Forderungen grob vorformulieren (die dann nur noch vom Plenum auf der Besetzung verfeinert werden müssen), gut mobilisieren (Leute müssen sich auch darauf einstellen und Schlafzeug mitbringen), Material bereit halten (Stoff für Banner, Farbe für Banner, Pinsel, Papier in allen Größen, Eddings, Klebeband...), Verpflegungssachen bereithalten (wer Hunger hat, der will nicht bleiben, also Essen sollte ein bisschen was vororganisiert sein) Darum kümmern, dass es einen Ermittlungsausschuss gibt.
2. Zu Beginn einer Besetzung braucht man viele Leute. Die bekommt man durch gezielte Mobilisierung, im Anschluss an eine Demonstration, eine eine Vollversammlung, oder andere kreative Sachen... Flashmob und so Zeug... (es empfiehlt sich eine Live-Schaltung zu einer besetzen Uni - das schafft viel Motivation)
3. Starten solltet ihr mit einem Plenum, das heißt ihr setzt euch alle zusammen und überlegt euch wie ihr vorgehen wollt. Da hier eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt werden sollen, werden hier nur einige allgemeine Hinweise gegeben. Wir empfehlen alle Entscheidungen basisdemokratisch zu treffen.
4. Die weitere Organisation wie Essen (Tipp: fragt z.B. bei Bäckern nach, die schmeißen nach Ladenschluss viel weg und verschenken das oft, oder geht Containern...), Kochen, Arbeitsgruppen-Arbeit (Presse & Vernetzung sind verdammt wichtig --> Tipps unter Strukturen und Vernetzung) Verhandlungen usw. werdet ihr hinbekommen. Man wächst an seinen Aufgaben! (andere fragen bietet sich natürlich auch immer an)
[Bearbeiten] Räumung
Am wichtigsten ist sich von einer Räumung nicht verrückt machen zu lassen, denn das blockiert wichtige Arbeitskapazitäten. Gezielte Gerüchte sind oftmals Polizei- oder Rektoratsstrategieen. Wenn eine Räumung ansteht (besser schon davor) solltet ihr unbedingt Kontakt zu Leuten mit Erfahrungen in diesem Bereich knüpfen. Diese Menschen können euch wichtige Tipps geben, Fragen beantworten und eventuell Workshops anbieten. Hier in aller Kürze ein paar Anhaltspunkte: Eine friedliche polizeiliche Räumung (d.h. ihr wehrt euch nicht, werdet aber im Regelfall von den Polizeibeamten (immer in voller Kampfausrüstung) ziemlich hart angegangen (körperlich und verbal)) wird, wurde sie einmal begonnen, immer zu Ende gebracht. Jede/r hat bei einer Räumung Angst. Sagt das euren Nebenleuten, sprecht mit ihnen, nehmt ihnen einen Teil der Angst (singt z.B. etwas...). Im Voraus solltet ihr die Nummer von einem Ermittlungsausschuss austauschen. Bildet Bezugsgruppen, das heißt ihr findet euch in Gruppen (sinnvoll sind 4 bis 6 Personen) zusammen, in denen ihr ein Auge aufeinander habt. (Es bietet sich an innerhalb der Bezugsgruppen zusätzlich 2er Teams zu bilden) So stellt ihr sicher, dass niemand "vergessen" wird oder "alleine" der Polizeigewalt ausgeliefert ist. Geräumt wird immer nach drei Aufforderungen. Eine Räumung ist ein krasses Erlebnis, welches ihr in jedem Fall nachbesprechen solltet!
