AK Kritische Lernstätten
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[Bearbeiten] Protokoll: AG kritsiche Bildungsstätte
Arbeitsphasen vom 19.-20.12.2009 beim bundesweiten Vernetzungstreffen des Bildungsstreikes im besetzten Audimax in Potsdam
Mitwirkende: 10-13
Arbeitswesen eher Diskussions- und Erfahrungsaustausch statt ergebnisorientiert; friedlich und angenehm.
Es sollte kein fertiges Konzept entwickelt werden, eher ein Inspirations-anstoß.
Ablauf:
1) offene Einführungsdiskussion
2) offenes Clustern
3) Erfahrungsaustausch von existierenden "FUs" & alternativen Bildungsstätten/Konzepten
ein zusammenfassender Reader der Ergebnisse war angedacht.
[Bearbeiten] 1) Zusammenkommen & Einführung:
Gruppe versucht sich den Begriff "kritische Universität" durch Diskussion und Clustern zu nähern.
[Bearbeiten] 2) Ergebnis des Mindmappings:
Unabhängig von "Verwertungslogik":
- Keine Ökonomische Ausbildung/Verwertung - kein Sponsoring! - Werbefrei - Bildung statt Ausbildung - zielt nicht auf ökonomische Verwertbarkeit // nicht ökonomisiert - Versuchen Zukunftsangst abzubauen - Qualität statt Quantität
Gesellschaftlicher Kontext:
- Neugier & Gemeinwohl als Grundprinzip? - Förderungsmöglichkeiten? Informelle Mittelbereitstellung - Ideen für Alternativen generieren (Aktionsperspektiven für geslellschaftliches Handeln) - über gelebte Utopie: Gesellschaftliche Dogmen in Frage stellen (z.b. Homogene Lerngruppen etc) - ersteinmal die Kritik der Bildungsstreikenden zu festigen - nachhaltig
Selbstbild:
- gesellschaftliches & gesellschaftsformendes Vorbild/Leitbild - "nur" erweiterte Volkxhochschule? - Raum für Themen, die im normalen Studium herausfallen/untergehen - selbstbestimmen, was mensch lernt - Lernbegleiter & Erfahrungsaustausch - abwechlungsreich in Lehr- und Lernformen - Selbstverwaltung <-> Prozesslernen - keine Besserwisserei - Aufhebung des Unterschieds zwischen Lernen & Lehren
"intellektueller" Freiraum:
- Bildungsnertzwerk - Ort der unbedingten Freiheit im Denken - Raum für Zweifel lassen - neue Räume schaffen // Freiraum schaffen - leben und lehren für alle - Heterogenität vs Bildungselite - Transparenz - barrierefrei - freier Zugang (auch digitale Plattform) - so wenig Hierarchie wie möglich und immer weiter abbauen // Hierarchiefrei & fluid - Basisdemokratische Entscheidungsstrukturen // grundsatzdemokratische Entscheidungsfindung - anderer Zeitrahmen - Frontalunterricht?
Physischer Freiraum:
- permanente Freiräume für Diskussion & Arbeiten bereitstellen - eine nachhaltige, feste (örtlich) Struktur - physische = räumlich - barrierefrei
Barrierefreiheit:
- kostenlos // kostenlose Bildung - alle Menschen einbringen // offen für alle! // Zugänglichkeit für jede_n - Aúfbrechen der Bildungshierachien - Lernen und Austausch ohne Schranken (wie Schulabschlüsse, NC's, Geld) - Anregungen in Schulen tragen - Transparenz +freier Zugang (digital)
Methodik:
- Spass und Lachen muss dazugehören! - Methodenvielfalt - Zeit - freies, interessenorientiertes Lehren&Lernen // Interessenorientierung - selbstbestimmen wie mensch lernt // selbstbestimmen was & wie mensch lernt // Selbstbestimmte Bildung (Struktur, Lehre, Lernen)
offenes:
- offizielle Abschlüsse? - durch Hochschulgesetze offiziell anerkennen lassen?
[Bearbeiten] 3) Erfahrungsaustausch von existierenden "FUs" & alternativen Bildungsstätten/Konzepten
überraschend war für einige Teilnehmende, dass es bereits einige FU's gibt. Eine angeblich vollständige Liste findet sich unter:
bildungsstreik-os.de/wiki -> material -> liste alternativer unis!
Vorgestellt wurde in Rahmen einer offenen Diskussion:
- Kritische Uni Karlsruhe
- krisu-kritische und solidarische Uni Wiens: uni.krisu.blogsport.de
- Fusi
desweiteren wurde sich über bereits existierende alternative Bildungsstätten und -Wesen ausgetauscht:
- Oberstufenkolleg Bielefeld
- Zapatistisches Bildungssystem
- Kinderladen
- Sumerhill
- Demokratische Schulen (siehe Israel-Yaakov Hecht)
"Warum nicht seine eigene Uni gründen und als Leitbild vorleben, wenn mensch seine offizielle mit allen Mitteln nicht verändern kann?"
gez. (Uni Hamburg)
